Kleider machen Leute – aus mir gleich drei

24 10 2006

Am Wochenende ist mir eine Sache klar geworden: Ich bin ein 3-Outfits-Mensch. Getreu dem Motto „Kleider machen Leute“ habe ich analysiert zu welchen Personen ich durch meine Kleidung werde bzw. welche Kleidung ich anziehe, um bestimmten Situationen gerecht zu werden. Da wäre zum einen die Freizeitkleidung, bestehend aus Jeans und bequemen Oberteilen. Ich habe sie die meiste Zeit über an. Da werden auch keine Unterschiede zwischen der Arbeit und dem Privatleben gemacht. Dann gibt es noch die Disco-Klamotten. Sie liegen zwar in keiner Extraschublade, unterscheiden sich aber dennoch ein klein wenig von meiner Freizeitkleidung. Möglichst lässig und cool muss es sein, ganz im Gegensatz zur dritten Kategorie: der Abendgarderobe. Wenn es also einmal ganz fein sein muss, habe ich da noch einen zugegebenermaßen älteren Anzug. Er erfüllt dennoch seinen Zweck, hoffe ich zumindest.

Nunja, mehr Personen stecken zur Zeit nicht in mir drin. Was ein Glück, ich kämpfe schon jetzt mit einer unsäglichen Schizophrenie. Dabei wäre doch noch so viel mehr drin. In dem Leben des Lesers sind wahrscheinlich ganz andere Outfits wichtig. Oder sie sind ausgetauscht. Ein Bänker zum Beispiel, der während der Arbeitszeit schon mit Anzug und Krawatte dasitzt. Wo ist der Sportler unter den Lesern? Oder steckt in einem meiner Leser etwa ein Punk? Oder ein Bergwanderer? Sänger haben Bühnenoutfits. Prostituierte erwarten ihren Freiherr wiederum in ganz anderer Kleidung. Sofern sie denn welche anhaben. Raus aus der Schmuddelecke. Wie sieht es mit Ballkleidern aus? Sind wir nicht ein ganza nderer Mensch, wenn wir uns zurecht gemacht haben für einen hochkarätigen Anlass? Bevor’s langweilig wird mit den Beispielen, mache ich jetzt lieber Schluss.


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