Kiwi!
14 03 2007“He fullfilled the only thing he really wanted to do in life,
but with the greatest sacrifice.” — Lemming456
Kategorien: Erschreckendes, Internetaktivitäten
Geschrieben um 0:22 Uhr mit Tigerhausschuhen an
“He fullfilled the only thing he really wanted to do in life,
but with the greatest sacrifice.” — Lemming456
Mir tun ja sooooo die Füße weh! Heute bin ich ganz furchtbar viel umhergelaufen in der renovierten Mannheimer Innenstadt. Ich war in Buchläden, habe nach Klamotten und Schuhen geschaut, war im Supermarkt und noch in einer Drogerie. Dann habe ich dem Nationaltheater einen Besuch abgestattet und im Fitnessstudio einen Termin klar gemacht. Und das alles in Puma-Schuhen des Modells “Speed Cat”, was schon einer Folter gleich kommt. Kurze Strecken bewältige ich in den modischen Tretern ohne Probleme, aber solche Märsche sind zu viel.
Nun, was habe ich konkret erlebt? In der Straßenbahn fand mich ein Mädel scheinbar sehr nett, schaute rüber und war dem Lächeln nahe. Ich habe in dem Moment nicht reagiert. Zum einen weil ich nicht so gut gelaunt war und zum anderen: Hätte ich ihr etwa Hoffnungen machen sollen? Hm, besser nicht. Gleiches ist mir vor etwa einem Monat im Kino am Ticketschalter passiert. Eine Angestellte stand gerade im Hintergrund und als ich sie zufällig ansah, packte sie das freundlichste Lächerln hervor, das sie wahrscheinlich gekannt hat. Es war eindeutig. Und ich einfach nur irritiert. Ich könnte das alles noch ein Weilchen reflektieren, lasse es aber. Was ich mir jedoch vorgenommen habe: aus reiner Höflichkeit und Neugier, wie es weitergehen würde, lächle ich bei der nächsten Gelegenheit allerliebst zurück.
Nochmal zum Thema Schuhe. Auf einer speziellen Website von Puma kann man sich zur Zeit seine eigenen Schuhe kreieren. Der Schnitt ist zwar vorgegeben, aber die Farben sind es nicht. Aus einer reichhaltigen Palette kann man wählen und 20 Einzelteile des Pumas nach Lust und Laune einfärben. Es entsteht ein Unikat und ein Schuh, der absolut zu den eigenen Klamotten passen wird. Denn man hat ihn ja selbst gemacht. Sieben Wochen später und um 139 Euro ärmer hält man die fabrikfrische Ware schließlich in Händen. Eine nette Spielerei ist es allemal, nur schauen meine Entwürfe immer sehr nach Pipi Langstrumpf aus.
Aufmerksame Leser wissen bereits, dass ich neben einem Windows PC auch einen Power PC von Apple hier herumstehen habe. Eigentlich gefällt mir Apples Betriebssystem ja wirklich sehr gut, leider reicht weder mein Mumm, noch meine Festplattengröße aus einen kompletten Wechsel hinzulegen.
Das führt dazu, dass ich meinen Mac mini eigentlich nur sporadisch einschalte, so geschehen an diesem Abend. Ich habe auch gleich iTunes geöffnet, um die neuesten Folgen meiner abonnierten Podcasts herunterzuladen. Mit dabei war auch SiM #400. Das ist für den ein oder anderen nur ein kryptischer Code, andere wissen jedoch sofort was gemeint ist. SiM steht für Schlaflos in München und ist der Name unter dem Annik Rubens den ersten richtig erfolgreichen Podcast Deutschlands seit Frühjahr 2005 veröffentlicht.
Heute kam die letzte Folge. Ich bin erst sehr spät als Hörer eingestiegen, dennoch kann ich den großen Verlust nachvollziehen, von dem viele Kommentatoren auf Anniks Website schreiben. Annik selbst sagt in ihrem letzten Podcast, dass sie über ein neues Format für SiM nachdenkt und sich in den nächsten Monaten sporadisch mit einem Zwischenstand melden möchte. Denn irgendwann soll Staffel 2 mit Folge 401 starten. Ich hoffe zumindest, dass es soweit kommen wird. Ansonsten bleiben uns noch sechs weitere Podcasts mit Annik Rubens, die allerdings entweder kommerziell, sehr themenspezifisch oder gar beides sind. Ich wünsche Annik viel Erfolg bei ihren laufenden und weiteren Projekten und Danke für geschätzte 40 Folgen, die ich mir regelmäßig angehört habe.

Ist das jetzt nur mir aufgefallen? Das PlayStation 3-Logo benutzt exakt die gleiche Schriftart wie das Logo der neuen Spiderman-Filme! Ein klein wenig bescheuert finde ich das ja schon, weil beides Topmarken sind. Wie mir jemand mitteilte verwendet der Fernsehsender Kabel 1 als Hausschrift eine Schrift, die uns im Alltag ständig begegnet. Nämlich die Schrift von Deutschlands Orts- und Autobahnschilder.

Natürlich dürfen und sollen gestalterisch funktionierende Schriften öfter als ein einziges Mal verwendet werden. Jedoch würde ich mit jenen beiden, die eine bereits überall bekannte Schrift gewählt haben, um ihr eigenes Produkt zu pushen, gerne mal sprechen. Letztlich ist es vielleicht ein Geheimnis der Tiefenpsychologie, das sich mir noch nicht erschlossen hat.
Hast du auch schon einmal bemerkt, dass zwei große Firmen oder Produkte die gleiche Schriftart benutzen? Schreibe das doch in die Kommentare, ich bin sehr interessiert!
Irgendwie ist gerade der Wurm drin. Ich vergesse wichtige Dinge auf der Arbeit und mache mir teilweise mal wieder viel zu viele Gedanken um wichtige wie unwichtige Dinge. Das ganze erinnert mich stark an meine Depri-Phasen von früher – zum Glück aber nicht so schlimm. Ich bin mir sicher, dass es vorüber gehen wird.
Ich habe mir heute mal den Nachmittag frei genommen, das hat mir ganz gut getan. Morgen geht die Tristheit dann weiter. Der übliche Alltag eben.
Habt eine schöne Woche!