Ist die Zeit reif?

14 10 2006

Schon seit Juli wissen wir, dass Marge Simpson tot ist. Die deutsche Synchronstimme Elisabeth Volkmann verstarb vor drei Monaten und sprach seit 17 Jahren die energische Mutter aus Springfield. Vor einigen Tagen wurde die Nachfolgerin von Frau Volkmann bekannt geben. Ich habe das erst heute durch die Fernsehsendung leuteheute des ZDFs mitbekommen. Es ist Anke Engelke, wie mir die Rheinische Post Online auf Recherche hin bestätigte.

Anke Engelke bekommt schon wieder eine super schwere Aufgabe zuteil. Nachdem sie im Jahr 2004 bereits das Erbe von Harald Schmidt auf dem gleichen Sendeplatz wie der Großmeister der deutschen Latenight antrat, wurde ihre Show „Anke Late Night“ bereits wenige Monate später wieder eingestellt. Und nun soll sie die einzigartige Elisabeth „Marge“ Volkmann ersetzen. Ob sie sich nicht aufs Neue überschätzt? Ich kann mir Anke zumindest nicht in dieser Rolle vorstellen. Meine erste Reaktion war mir alle Comedy-Rollen zu überlegen, in die Anke in ihrer Laufbahn bisher geschlüpft ist. Keine davon klingt passend für eine Marge Simpson. Das typische Grummeln wird besonders schwer für sie umzusetzen sein.

Am 14. Januar 2007 wird die erste Folge mit der neuen Synchronsprecherin auf ProSieben ausgestrahlt. Eine Folge, die ich mir auf jeden Fall ansehen werde.

Bei meinem Besuch auf der Website der Rheinischen Post sprang mir ein Link sofort ins Auge. Hier ein Ausschnitt der Website.

Prompt wurde ich an meine selbsteigene Idee und Vision erinnert, von der ich noch im August auf der Games Convention jemandem erzählte. Meine Vision: Immer mehr Leute haben einen MP3-Player. Podcasts haben sich in Deutschland mittlerweile auch durchgesetzt, also das gesprochene Wort auf sonst sehr stillen Websites. Wäre es daher nicht eine brillante Geschäftsidee einen professionellen Sprecher einzustellen, der für zahlende Websitebetreiber einzelne bzw. alle relevanten Inhalte einspricht? Diese Audioaufnahmen werden dann als kostenloser bzw. kostengünstiger Download direkt beim angezeigten Artikel angeboten. Sowas könnte sich zum Beispiel auf den Artikelseiten des Stern oder Spiegel gut machen. Oder aber auf Websites, die sich mit Tests befassen, also Stiftung Warentest oder PC Games. Weitere Kandidaten wären alle Nachrichtenportale. Vorteil für den Internetsurfer: Er kann sich alle Inhalte herunterladen, auf den MP3-Player ziehen und dann bequem jederzeit anhören. Etwa in der Straßenbahn auf dem Weg zur Arbeit. Oder im Sommer auf der Wiese bei einem entspannten Sonnenbad.

Wie es scheint hat die Rheinische Post, oder besser gesagt ReadSpeaker, dieses Potenzial erkannt und einen solchen Service auf die Beine gestellt. Einziger Unterschied zu meiner Vision: Es wird eine computergenerierte Sprache benutzt und kein echter Synchronsprecher. Sollte ich vielleicht doch noch eine Firma gründen mit diesem Ziel? Der Markt ist jung, ich sehe zumindest großartige Möglichkeiten für ein solches Angebot.




Anything Goes — Alles ist möglich

9 10 2006

Ahhh, ich freue mich so! Ein schönes Wochenende liegt hinter mir. Am Samstag waren wir etwa 15 Leute auf meiner „1. Gehalts-Party“. Einer, von dem ich weiß, dass er regelmäßig meinen Blog liest und leider nicht mehr in Mannheim wohnt, ist extra aus Frankfurt angereist. An dieser Stelle möchte ich ihm nunmehr dafür danken!

Am späteren Abend habe ich mir mit besagtem Frankfurter noch „Shrek 2“ auf DVD angeschaut. Er hatte eine ganze Sammlung an DVDs mit dabei. Shrek 2 hatte ich allerdings zuvor noch nicht gesehen. Ein würdiger Nachfolger!

Am Sonntag waren wir dann indisch essen in der Innenstadt. Der Inder hatte ganz fürchterlich in seinen Bart genuschelt und man hat ihn kaum verstanden. Aber das Essen war lecker. Ich hatte glaube ich die Nummer 45 von der Speisekarte. Was das genau war, weiß ich gar nicht mehr. Irgendwie sah auch alles gleich aus, was wir hatten. Ein klein wenig verwirrend: Während der Inder (mit original Turban!) die Bestellung nur über die Nummern aufnahm, servierte er das Essen hingegen mit der korrekten Bezeichnung. Niemand wusste, wem was gehörte. Der Leser hat so eine Situation vielleicht auch schon einmal erlebt, wenn er nicht-deutsche Küche bestellt hat. Zum Schluss gab es noch so winzig kleine bunte Kügelchen, die unter anderem nach Anis oder so geschmeckt haben müssen. Angeblich sollen sie senkend auf den Alkoholspiegel im Blut wirken. Ich glaube das jetzt einfach mal.

Um 19 Uhr hieß es dann: „Vorhang auf!“ Schon im Juli hatte meine Mutter Karten für „Anything Goes“ reserviert, ein 20er Jahre Musical mit viel Schauspiel, Tanz und Stepptanz, Gesang und Turneinlagen. Zum Glück wurde es in dieser Spielzeit wieder auf den Spielplan genommen, denn in der letzten Spielzeit waren wir leider etwas spät dran. Eine Empfehlung ist es alle mal für die diejenigen Wert, die Musicals und den Glamour der 20er gern haben. Natürlich weiß ich nicht, wie die Inszenierungen an anderen Schauspielstätten aussehen, dennoch hier eine Liste, in welchen Städten „Anything Goes“ zur Zeit noch läuft: Dresden, Nordhausen, Kassel, Oldenburg und Graz in Österreich. Kurz noch Werbung machen für die geniale Website muscialzentrale, der ich diese Informationen entnommen habe.




Platz 18 in den deutschen Blogcharts

7 10 2006

Die Blogosphäre ist ein nettes Stichwort, mit dem man als (fast) täglicher Blogger eigentlich immer einen 2.000 Zeichen-Beitrag geschrieben bekommt. Dabei ist die Blogosphäre als solche für Außenstehende eher unbekannt oder undurchsichtig. Die Blogger scheinen in ihrer eigenen Welt zu leben. Wobei ja nicht einmal jeder Blogger weiß, was die Blogosphäre ausmacht. Da gibt es jede Menge ungeschriebene Gesetze, eine davon: Nimm niemals jemanden aus deinen Verlinkungen (Fachwort: Blogroll) heraus, wenn du ihn/sie erst einmal aufgenommen hast!

Letztlich geht es für viele, nicht für alle, Blogger um möglichst viele Klicks. Dass das so ist, haben die Jungs von den deutschen Blogcharts mit Argusaugen beobachtet und erkannt. Ein Mittel, um die Weblogs zu verknüpfen, sind auch die Trackbacks, Pingbacks und so weiter. Die Dinger sind auch bei mir zu finden, wenn der Leser auf die Kommentarfunktion klickt. Ich verstehe diese großartigen Verknüpfungen durchaus und finde sie auch toll! Schließlich freut man sich ja wie ein kleines Kind, wenn man feststellen darf, dass der eigene Blog von einem anderen Blogger zitiert wurde. Das ist echt großartig!

Um in den deutschen Blogcharts aufgenommen zu werden oder gar aufsteigen zu können, braucht es von alledem eine gehörige Portion. Jetzt wird vielleicht auch verständlich, weshalb Hardcore Blogger empfindlich auf Blogroll Einträge reagieren können. Das ist natürlich alles nur hypothetisch. Jetzt kommt die Preisfrage: Was muss ich machen, um in die Blogcharts zu kommen? DonsTag hat eine Antwort erarbeitet in Form eines kurzen Fragebogens. Genial! DonsTag sieht mich auf Platz 18 der deutschen Blogcharts!

Und nicht nur das. Er hat auch noch individuelle Tipps auf Lager, was ich machen muss um zu diesem Ziel zu gelangen. Das beste: DonsTag hat sich durch seinen Service und die damit verbundenen eingehenden Links – schließlich bin ich nicht der einzige Blogger, der zu seinem Test verlinkt – auf Platz 19 (Kalenderwoche 40) vorgearbeitet.

Diese Tipps soll ich befolgen, um auf Platz 18 der dt. Blogcharts zu landen.

Meine konkrete Auswertung sieht vor, ich soll einen Shop eröffnen, über den ich schreibe. Außerdem soll ich in dem Shop wiederum einen Blog anlegen über den ich blogge. Irgendwie habe ich da glaube ich was falsch verstanden. Einen Shop wird es hier nicht geben, sofern es mir aber wichtig erscheint, gibt es ab sofort Links zu Produktseiten von Amazon in meinen Beiträgen. Ich bin ja schon gespannt wie ein Flitzebogen, wann das das erste Mal der Fall sein wird. Die anderen Ratschläge muss ich erst noch genauer überprüfen. Zumindest die Ironie sollte in meinem Blog doch schon vorhanden sein.

Schön, dieser Eintrag hat euch eindrucksvoll bewiesen wie schnell 2.183 Zeichen zu füllen sind.




Upgrade! Wenn das Leben zu ruckeln anfängt

4 10 2006

Wir haben zwei Autos. Eines davon ist ein Kadett. Ja genau, der ist von Opel. Opel deswegen, weil mein Vater diese Vehikel am besten reparieren kann. Deswegen haben wir seit ich denken kann auch immer nur Autos von — richtig — Opel gehabt.

Nun, unser schöner Kadett hat schon seit über einem Jahr Probleme mit dem Verteiler. Zumindest dachte das mein Vater. Der Leser weiß ja, das ist der mit der vielen Ahnung. Daraufhin hat er erstmal ein paar Monate ins Land ziehen lassen und sich irgendwann durchgerungen einen neuen gebrauchten Verteiler vom Schrottplatz zu besorgen. Schnell eingebaut und siehe da, die Kiste läuft wieder reibungslos! Für eine Woche. Dann ging das sporadische Ruckeln wieder los.

Der Leser kennt das sicher von seinen High-End-Spielen, wenn er nur jede dritte Sekunde ein neues Bild auf seinem Schirm sieht, weil die verbaute Grafikkarte nicht mitkommt. So in etwa muss sich der Leser das Gefühl vorstellen, wenn sein Verteiler beim Kadett futsch ist. Ach richtig. Es lag ja gar nicht am Verteiler. Aber meinen Vater tangierte das recht wenig. Er kaufte fröhlich den zweiten gebrauchten Verteiler. Das Problem blieb natürlich und mündete vor einigen Wochen im absoluten Framerate-Desaster (neudeutsch für Bildwiederhungstragödie) auf der Autobahn. Das Auto brachte und zwar nach mehrstünduger Fahrt bis vor unsere Haustür, aber das Wenden auf dem Bürgersteig blieb mir verwehrt. Motor aus, es qualmte kurz.

Was macht mein Vater? Genau! Der dritte Verteiler musste her. Beschleicht den Leser auch so langsam aber sicher das Gefühl, dass es gar nicht am Verteiler liegt? Nun gut, nach genauerem Inspizieren hat mein Vater seine Meinung geändert: Es müssen die Zündkabel sein! Oha! Zumindest eins davon. Ach, welch Glück. Tatsächlich sah eines davon überaus verdächtig aus und wurde ausgetauscht. Angeblich soll die Framrate jetzt wieder stimmen. Zumindest zuckt der Motor im Moment nicht mehr.

Puh, ganz schön langer Eintrag zu dem Thema. Ich hatte für einen kurzen Moment überlegt dem Leser noch vom Gurt zu berichten, der den Fahrer des Kadetts nach einiger Zeit zu erwürgen beginnt. Aber ich entschied mich für heute dagegen.