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2005
“Lieber Sohn, schreibt Bastis Mutter.
Ich schreibe Dir, damit Du weißt, dass ich noch lebe. Ich schreibe langsam, weil ich weiß, dass Du nicht schnell lesen kannst. Wenn Du wieder einmal nach Hause kommst, wirst Du unsere Wohnung nicht wieder erkennen. Wir sind nämlich umgezogen.
Sogar eine Waschmaschine war schon in der neuen Wohnung. Ich habe ein Dutzend Hemden hineingegeben und zog an der Kette; die Hemden habe ich allerdings nicht wiedergesehen.
Vater hat die Stelle gewechselt. Er hat jetzt 500 Leute unter sich. Er mäht den Friedhofsrasen. Und Deine Schwester hat gestern ein Baby bekommen. Da wir nicht wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, kann ich Dir nicht schreiben, ob Du jetzt Onkel oder Tante geworden bist.
Letzte Woche hat es nur siebenmal geregnet, zuerst drei Tage, dann vier. Es hat so gedonnert, dass unser Huhn viermal dasselbe Ei gelegt hat.
Ich schicke Dir auch die Weste, die Du sicher vermissen wirst. Die Knöpfe habe ich abgetrennt, um das Gewicht und das Porto zu vermindern. Sie stecken in der oberen Tasche rechts.
Am Dienstag sind wir alle gegen Erdbeben geimpft worden.
In Liebe,
Deine Mutter
PS: Ich wollte Dir noch Geld mitschicken, aber ich hatte den Brief schon zugeklebt!”
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Kategorien: Internetaktivitäten, Unterhaltendes
Geschrieben um 17:49 Uhr mit Tigerhausschuhen an
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2005
Der Meister der Großillusionen David Copperfield eröffnete gestern Abend um 20 Uhr seine Deutschland-Tour in meiner wunderschönen Heimatstadt Mannheim. Das Spektakel fand in der kürzlich eröffneten SAP-Arena statt. Und soll ich dir was sagen? Ich war dabei! Juhuu! Na das wollte ich mir nicht entgehen lassen, den größten Magier unserer Zeit live auf der Bühne zu sehen. Und ich wurde zusammen mit meiner Schwester weitestgehend nicht enttäuscht. Ich möchte hier gar nicht so sehr auf Details der Show eingehen, falls jemand diese Zeilen liest und erst noch in die Show gehen möchte.
Eine Sache, die garantiert keine Spannung vorweg nimmt werde ich an dieser Stelle aber doch los: Herr Copperfield bezog das Publikum sehr stark in sein Programm ein. Um per Zufall Zuschauer für seine Tricks zu bestimmen, nutzte er Frisbee-Scheiben, die er ins Publikum warf. Somit kann davon ausgegangen werden, dass es sich nicht um Mitarbeiter handelte.
Achja, einziger Kritikpunkt ist der hohe Kartenpreis. Es gibt verschiedene Kategorien, wobei wir die dritt teuerste wählten und pro Person über 70 Euro berappen mussten. Wer hat, der hat.
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Kategorien: Unterhaltendes, Unterwegs mit der Familie
Geschrieben um 17:17 Uhr mit Tigerhausschuhen an