31
10
2004
Heute Morgen bin ich also im Krankenhaus gewesen und ich muss gestehen, dass es meiner Haut wieder weitestgehend gut geht. Einzig meine Fußsohlen tun höllisch weh und ich kann keinen Schritt ohne Todesschreie tun.
Aus langeweile, weil eh nichts anderes als Fernsehen geht, habe ich mich mal eben gewogen. Entsetzt stieg ich von der Waage, um mich gleich noch ein zweites Mal drauf zu platzieren. — Shit! Immernoch 4 Kilo zu viel. Okay, McDonald’s fällt heute aus und die nächsten Tage sowieso. Wenn’s meinen Füßen morgen besser geht werde ich mal ein paar Runden um den See joggen.
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Kategorien: Erschreckendes, Gelangweiltes
Geschrieben um 19:25 Uhr mit Tigerhausschuhen an
30
10
2004
Es ist ein wahres Drama. Seit Mittwoch laufe ich mit einer total roten Haut herum, die das Wort “Ausschlag” nur so schreit! Nur woher? Das ist eine gute Frage. Es juckt ziemlich, tut weh und wird von allein eher schlimmer als besser. Nachdem mich einer der beiden Seminarleiter am Donnerstag Abend ins Krankenhaus fuhr (Aufenthaltszeit: 3 Stunden), ging es mir dann auch besser für etwa 24 Stunden. An diesem Samstag Morgen sah es dann aber schon wieder anders aus. Eigentlich könnt ihr froh sein, dass ich gerade keine Digicam zur Verfügung habe, sonst hätte ich euch schockierende Bilder an dieser Stelle gezeigt. Morgen früh um 9 Uhr werde ich mit meiner Schwester wieder ins Krankenhaus fahren und hoffe auf Besserung der Lage. Ich bete.
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Kategorien: Erschreckendes
Geschrieben um 20:15 Uhr mit Tigerhausschuhen an
29
10
2004
Die letzten fünf Tage über war ich nicht in Mannheim. Nein, ich war in Waldenburg – ein Kaff ganz in der Nähe von Schwäbisch Hall. “Auf diesen Steinen können Sie bauen.” Dort hat die Diakonie, die derzeit mein Arbeitgeber ist, eine Art Schule für Lehrgänge aller Art stehen. Zuerst war ich etwas nervös, denn sooo viele neue Menschen auf einmal sind mir nicht ganz geheuer. Immerhin 30 neue Gesichter – alles Zivis aus Baden-Württemberg mit ein, zwei Ausnahmen. Die vergangene Woche verlief lustiger, interessanter und abwechslungsreicher als ich erwartet. Das geht von Kinobesuchen, auswärtigem Essen, einem Besuch bei einer Kletterarena sowie Spiele- und Fernsehabenden. Tagsüber fand natürlich der Lehrgang statt, der wahnsinnig locker ablief bisher. Meinen mitgebrachten Block und Bleistift habe ich kein einziges Mal gebraucht. Ich erspare euch an dieser Stelle Details des Programms. Nächste Woche geht’s schließlich weiter mit dem zweiten Teil des Lehrgangs.
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Kategorien: Auf Reisen
Geschrieben um 16:55 Uhr mit Tigerhausschuhen an
17
10
2004
“Mama, Papa – ich muss euch was sagen: Ich bin schwul!” So oder so ähnlich läuft ein Coming Out bei den Eltern meistens ab. Natürlich war bei mir alles anders. Heute Morgen nach dem Frühstück wollte ich eigentlich aufstehen und in meinem Zimmer am Computer etwas arbeiten. Mein Vater fragte jedoch ganz vorsichtig, ob ich denn nicht noch sitzen bleiben wolle. Und soll ich euch was sagen: Ich blieb sitzen! *smile* Er fragte schließlich, ob ich nicht etwas sagen wolle. Das Gespräch kam zögerlich ins Rollen, schließlich wusste ich genau was er von mir wollte. Meine Mutter saß derweil auch am Tisch, hielt sich aber zurück. Tja, das war dann irgendwie auch schon der ganze “Zauber” des Coming Outs (=CO) für mich. Wahrscheinlich wird sich in Zukunft nichts großartig ändern, da ich mich schon zuvor nicht wirklich versteckt habe, was das angeht. Okay, man sollte eines nicht unterschätzen: Ich kann meinen Eltern nun sagen, wo ich denn um Himmels Willen jedes Wochenende hinfahre; nämlich zu meinem Freund Markus, der nun auch viel offener genau wie meine anderen schwulen Freunde zu Besuch kommen kann.
Ich glaube, ich sollte mich jetzt freuen. *lach*
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Kategorien: Feierliches, Übriges
Geschrieben um 14:51 Uhr mit Tigerhausschuhen an